Kölner Innovationspreis Behindertenpolitik

Alle zwei Jahre werden erfolgreiche Projekte, die sich für Menschen mit Behinderung einsetzen, mit dem Kölner Innovationspreis Behindertenpolitik ausgezeichnet. In diesem Jahr fand die Verleihung im Forum der Volkshochschule im Rautenstrauch-Joest-Museum statt. Der erste Preis ging an die Gruppe inklusiv wohnen Köln und das Inklusive Kölner Haus. Wir gratulieren und wünschen dem Projekt alles Gute!

Während der Verleihung wurde Schauspielerin und Mitglied der Jury Annette Frier von Natalie Dedreux, Redakteurin beim Magazin Ohrenkuss, und Silke Mertesacker, Geschäftsführerin der Lebenshilfe Köln, interviewt. In dem Gespräch ging es um die Themen Pränataldiagnostik und Spätabtreibung. Annette Frier spielte in dem Film „Eine Handvoll Leben“ eine schwangere Frau, die sich gegen die Abtreibung ihres behinderten Kindes entscheidet und wurde für diese Rolle 2016 von der Lebenshilfe mit dem Bobby ausgezeichnet.

In dem Interview betonte die Schauspielerin, wie wichtig es sei, das Thema aus der „Tabu-Ecke“ zu holen. Viele Eltern ließen in der Schwangerschaft Untersuchungen machen, um eine Behinderung ihres Kindes auszuschließen. Kaum jemand mache sich aber Gedanken über die Konsequenzen, sollte der Test auf eine Behinderung des Kindes hinweisen.
Nathalie Dedreux, die selbst das Down-Syndrom hat, äußerte zum Thema Spätabtreibung eine ganz klare Meinung, die sie kurz und knapp auf den Punkt brachte: „Sie entscheiden sich gegen uns. Sie töten uns. Ich will aber leben!“

Mehr Infos und alle weiteren Preisträger in dem Bericht des report-K.

Kölner Innovationspreis Behindertenpolitik
 
 
 
 
 
 

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