Die PSAG Köln wurde 1979 gegründet. Neben klassischen Psychiatrie-Themen gehört zum Themenspektrum bis heute auch der Arbeitskreis Geistige Behinderung. Obwohl zur Zeit der Gründung bereits klar war, dass die Psychiatrie der falsche Platz für Menschen mit geistiger Behinderung war, bot die PSAG eine gute Möglichkeit, den Interessen von Menschen mit geistiger Behinderung Gehör zu verschaffen.
Friederike Braemer, langjähriges Vorstandsmitglied der Lebenshilfe Köln, war Gründungsmitglied der PSAG Köln und hat unseren Verein im Arbeitksreis Geistige Behinderung bis 2009 vertreten. Jetzt führt Silke Mertesacker ihre langjährige Tatigkeit weiter.
Im Arbeitskreis Geistige Behinderung der PSAG sind Vertreterinnen und Vertreter von Diensten und Einrichtungen, die Hilfen für Menschen mit geistiger oder mit mehrfacher Behinderung und für ihre Familien anbieten. Durch gegenseitige Information und Zusammenarbeit werden die Vernetzung der Hilfen und Angeboten gefördert, Mängel aufgezeigt und Vorschläge für Verbesserungen gemacht.
Wichtige Themen des Arbeitskreises waren in der Vergangenheit unter anderem die Verbesserung der Lebenssituation für Menschen mit schweren Behinderungen, die Förderung von Freizeitmaßnahmen, die Verbesserung der medizinischen Versorgung und die Forderung nach einer Einrichtung von Krisendiensten.
Da die psychosoziale Arbeitsgemeinschaft (PSAG) keine politische Funktion hat, hat sie keine direkte Möglichkeit der Einflussnahme. Dennoch finden die Vorschläge der AG bei Politik und Verwaltung Gehör. Bei der letzten Regionalkonferenz bekräftigten LVR und Stadt Köln, dass sie bei ihrer Planung von Angeboten für Menschen mit geistiger Behinderung großen Wert auf die Expertenmeinungen des Arbeitskreises Geistige Behinderung legen.
Ein besonders wichtiger Aspekt der Arbeit ist der fachliche Austausch der verschiedenen Organisationen und Einrichtungen, also der Blick über den Tellerrand.