
21. Aug 2025
Mit „Lauf für Ally – für die Erinnerung“ startet ein ambitioniertes Projekt der Lebenshilfe Kreis Viersen, das Spenden für die Produktion des teildokumentarischen Animationsfilms "Ally – der Film" sammelt. Erfahren Sie hier mehr über das Projekt.
Der Film „Ally“ möchte die bewegende Geschichte eines vierjährigen Mädchens mit Down-Syndrom erzählen, das 1943 im Zuge des nationalsozialistischen Euthanasieprogramms in Waldniel-Hostert ermordet wurde. Bis zu ihrem fünften Lebensjahr führte Ally ein glückliches Leben, spielte viel mit ihrem Bruder und entwickelte sich fröhlich. Doch ein Amtsarzt drängte ihre Mutter, Ally in eine sogenannte „Kinderfach-Anstalt“ einzuweisen. Dort starb sie nach nur 19 Tagen.
Die geplante Filmproduktion verbindet dokumentarische Elemente mit einfühlsamen Animationen, um Allys Geschichte sowohl emotional als auch lehrreich zu erzählen. Neben Alltagsszenen und dem schweren Gang in die Einrichtung sollen auch Interviews, Hintergrundinformationen und eine begleitende Erzählerstimme eingebunden werden. Dadurch entsteht ein Werk, das Erinnerung bewahrt, Empathie weckt und zur Auseinandersetzung mit Diskriminierung und menschenverachtenden Ideologien anregt.
Finanziert wird das Projekt über Spenden. Um auf die Umsetzung des Films aufmerksam zu machen, hat André Sole-Bergers, Mitarbeiter der Lebenshilfe Kreis Viersen, eine besondere Aktion gestartet: Er ist an der Gedenkstätte Waldniel-Hostert aufgebrochen und wird in den kommenden Wochen bis zur Tiergartenstraße 4 in Berlin laufen – dem historischen Ort, an dem das Mordprogramm der Nationalsozialisten organisiert wurde. Mit seinem „Lauf für Ally – für die Erinnerung“ möchte er nicht nur Spenden sammeln, sondern auch ein starkes Zeichen setzen für das Gedenken und die Rechte von Menschen mit Behinderung.
Aller weitern Infos zu "Ally – der Film" und der Spendenaktion finden Sie hier:
https://www.lebenshilfe-viersen.de/de/kultur/ally-der-film/