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Corona-Krise

21.04.2020

Corona-Krise

Familien mit behinderten Angehörigen benötigen dringend Unterstützung! Wir fordern die Politik auf, schnelle, unbürokratische und flexible Hilfen für betroffenen Familien bereit zu stellen. (Foto: Lebenshilfe/David Maurer)

Aufgrund der Schließung von Kitas, Schulen und Werkstätten sind Eltern bei der Betreuung und Pflege ihrer Kinder mit Behinderung völlig auf sich gestellt. Besonders problematisch ist die Lage für alleinerziehende Eltern oder für alte Eltern, deren längst erwachsene Kinder mit Behinderung noch bei ihnen leben.

Nun zeichnet sich ab, dass die Schließung von Kitas, Förderschulen und Werkstätten möglicherweise über den 4. Mai hinaus anhalten wird. Das bedeutet für die Eltern, dass sie weiterhin sieben Tage pro Woche rund um die Uhr für ihre Kinder verantwortlich sind. Die Pflege und Betreuung eines Kindes mit Behinderung ist häufig ein Full-Time-Job. Ohne die gewohnten Unterstützungssysteme geraten Eltern an ihre physischen und psychischen Belastungsgrenzen. Dazu kommen finanzielle Sorgen, wenn Elternteile wegen der Betreuung ihrer behinderten Kinder ihrer Berufstätigkeit nicht nachkommen können.

Die Lebenshilfe Köln unterstützt normalerweise ca. 500 Familien im Rahmen des Familienentlastenden Dienstes (FED). Wir haben uns entschlossen, den FED in besonderen Notsituationen weiterhin anzubieten. Das kann beispielsweise der Fall sein, wenn ein Kind starke Verhaltensbesonderheiten zeigt oder wenn Eltern aus anderen Gründen überfordert sind. Zurzeit nutzen ca. 15-20 % der Familien dieses Angebot. Die Tendenz ist aber stark ansteigend, je länger die Ausnahmesituation anhält. Allerdings ist das Budget aus der Pflegeversicherung, das Eltern für die sogenannte „Verhinderungspflege“ zur Verfügung steht, schnell erschöpft, wenn der Bedarf viel höher ist als in „normalen Zeiten“.

Wir haben eine Corona-Telefonhotline eingerichtet und erhalten zunehmend Anrufe von verzweifelten Familien, die sich von der Politik im Stich gelassen fühlen und um Unterstützung bitten. Wir fordern die Politik daher auf, schnelle, unbürokratische und flexible Hilfen für betroffenen Familien bereit zu stellen. So muss die Notbetreuung in den Kitas und Schulen auch für behinderte Kinder und Jugendliche gelten und entsprechend erweitert werden. Pflegende Eltern sollten weitere finanzielle Hilfen bekommen, um Helfer*innen ins Haus holen zu können.

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