Respektvolle Kommunikation mit und über Betreute
Im Seminar beschäftigen wir uns mit Fragen wie: Wie gehen wir in unterschiedlichen Arbeitskontexten mit dem Recht auf Privatsphäre um? Wie können wir mit Betreuten kommunizieren, ohne sie zu überfordern?
Termine
Ort
Geschäftsstelle der Lebenshilfe Köln, Berliner Straße 140-158, 51063 Köln
Referent:in
Claudia König, Freiberufliche Dozentin, Coaching, Fachberatung & Fortbildung in pädagogischen und sozialen Arbeitsfeldern
Kosten
90,- € (für Mitarbeiter:innen kostenfrei)
In unserem Arbeitsalltag – ob in Wohnangeboten, in der Schulbegleitung oder in anderen Unterstützungssettings – sprechen wir häufig „zwischen Tür und Angel“ mit Betreuten über wichtige Themen. Oft geschieht das im Beisein anderer Personen, begleitet von Kritik, der Ankündigung von Konsequenzen oder auch von Lob, das für Dritte unangenehm sein kann. Dienstübergaben oder Abstimmungen erfolgen manchmal im Flur, im Klassenraum oder an anderen Orten, an denen Betreute
mithören können. Auch 1:1-Situationen wie Pflege, Assistenz oder Unterstützung im Schulalltag werden unterbrochen, weil „noch schnell“ etwas geklärt werden muss.
Wie professionell und situationsangemessen ist unsere Kommunikation in solchen Momenten – besonders dann, wenn wir gestresst, unter Zeitdruck oder verärgert
sind? Wenn wir überzeugen, motivieren oder zur Einsicht bewegen möchten? Niemand ist davor gefeit, in herausfordernden Situationen unbedacht zu handeln. Gerade deshalb ist es wichtig, unser eigenes Kommunikationsverhalten bewusst wahrzunehmen und zu reflektieren.
Im Seminar beschäftigen wir uns mit Fragen wie:
- Wie gehen wir in unterschiedlichen Arbeitskontexten mit dem Recht auf Privatsphäre um?
- Wie können wir mit Betreuten kommunizieren, ohne sie zu überfordern?
- Welche Kommunikationsregeln unterstützen uns dabei – und wie können wir sie im Team regelmäßig reflektieren?
Gemeinsam wollen wir Strategien entwickeln, die Anspannung und
Unwohlsein für Betreute reduzieren und unsere eigene professionelle Haltung
stärken.


